Forderungseinzug / Zwangsvollstreckungsrecht / Zwangsvollstreckung in der EU

Die Zahlungsmoral von Schuldnern hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich abgenommen. Unternehmer oder auch Privatperson müssen neben Ihrer Arbeit weitere wertvolle Zeit für den Einzug von offenen Forderungen aufwenden.

Aufgrund der Niederlassungsfreiheit innerhalb der EU erwerben immer mehr EU-Bürger und EU-Unternehmen Vermögen im europäischen Binnengebiet. Für den erfolgreichen Abschluss einer Zwangsvollstreckung gewinnt deshalb zunehmend der Aspekt der Vollstreckung im Ausland an Bedeutung. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn dem Gläubiger Vermögenswerte des Schuldners im Ausland bekannt sind. Die Zwangsvollstreckung im Ausland nach Durchführung des ordentlichen Verfahrens im Inland stellt jedoch einen heiklen Bereich in der Durchsetzung der Forderungen und damit dem erfolgreichen Abschluss des Mandats dar.

Das EWG-Gerichtsstands- und Vollstreckungsabkommen regelt u. a. den Bereich der Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen innerhalb der Vertragsstaaten. Hierbei werden die in einem Vertragsstaat ergangenen Entscheidungen unter bestimmten Voraussetzungen in den anderen Vertragsstaaten anerkannt, ohne dass es hierfür eines besonderen Verfahrens bedarf. Entscheidungen, die in einem Vertragsstaat ergangen und dort vollstreckbar sind, können in einem anderen Vertragsstaat in der Regel vollstreckt werden.

Ein Tätigkeitsfeld unserer Kanzlei ist der Forderungseinzug und die Zwangsvollstreckung. Ein weiteres umfassendes Tätigkeitsfeld unserer Kanzlei stellen Forderungseinzug und Zwangsvollstreckung innerhalb der EU dar, wobei Deutschland und Griechenland wiederum einen Schwerpunkt bilden. In die Wirtschaftlichkeitsberechnung und die hierauf beruhende Wahl der Vorgehensweise werden die Verfahrensdauer, die Kosten des Verfahrens, landesspezifische Besonderheiten sowie prozess- und materiellrechtliche Aspekte einbezogen. Hier ist dann zu entscheiden, ob gegebenenfalls eine Zahlungsklage im Ausland oder aber ein aus dem Inland zu betreibendes grenzüberschreitendes Mahnverfahren zur Eintreibung der Forderungen etc. zu wählen ist.

Titulierte Zahlungsansprüche müssen für den Mandanten beigetrieben werden. Nicht selten müssen Gläubiger die bittere Erfahrung machen, dass ein erstrittener Titel noch keine Gewähr für die tatsächliche Beitreibung der Forderung bietet.

Eine erfolgreiche Zwangsvollstreckung setzt einen guten Informationsstand des Gläubigers über den Schuldner und prozessrechtliche Kenntnisse voraus. Die Vollstreckung kann in das bewegliche und unbewegliche Vermögen des Schuldners erfolgen.

Unsere Beratungsleistungen beinhalten, auf Wunsch vor Einleitung von Vollstreckungsmaßnahmen, entsprechende Recherchen über eine erfolgreiche Durchsetzung von Titeln. Hierbei sind uns eine Vielzahl von Möglichkeiten gegeben, wie die Einsicht in das amtsgerichtliche Schuldnerverzeichnis, Auskunfteien u.v.m..

Unsere Dienstleistung ist insbesondere hierbei auf die erfolgreiche taktische Einleitung der richtigen Vollstreckungsart fokussiert.