Mietrecht und WEG-Recht

Im Laufe und im Rahmen eines Mietverhältnisses können sich zahlreiche Fragen stellen.

Noch vor Abschluss des Mietvertrages kann Klärungsbedarf bestehen, welche Regelungen innerhalb des Vertrages zulässig sind und welche nicht. Das Wohnraummietverhältnis enthält dabei zahlreiche gesetzliche Besonderheiten, deren Kenntnis und Berücksichtigung von besonderer Bedeutung sind.

Häufig entsteht Streit im Rahmen eines Mietverhältnisses, wenn es um Fragen geht wie z.B.

  • dem Anbringen einer Satellitenantenne
  • die Geltendmachung von Eigenbedarf an der  Wohnung durch den Eigentümer
  • Lärmstörung
  • Mieterhöhung aber auch Mietminderung
  • Modernisierung und Instandhaltung
  • Nebenkosten bzw. Betriebskosten
  • Räumungs- und Vollstreckungsschutz
  • Vorliegen von Schäden oder Mängel der Wohnung wie Feuchtigkeit oder Schimmel
  • Schönheitsreparaturen

Aber auch andere Fragen können sich stellen, so z.B. wenn der Eigentümer die Wohnung veräußert, das Mietverhältnis beendet und die Mietsache zurückgegeben werden soll. Die vorstehende Darstellung beansprucht keine Vollständigkeit.

Die Veränderung der eigenen persönlichen Lebensumstände, wie eine neue Lebenspartnerschaft und damit das Hinzutreten eines neuen Mietvertragspartners, oder gar der Tod einer der Mietvertragsparteien, haben Auswirkungen auf den Mietvertrag.

Bei der Beantwortung der zahlreichen sich ergebenden Fragen stehen wir Ihnen ebenso beratend anwaltlich kompetent zur Seite, wie bei der Lösung von Schwierigkeiten und Problemen im Rahmen des Mietverhältnisses.

Die Neufassung des WEG (Wohnungseigentumsgesetz bzw. „Gesetz über das Wohnungseigentum und das Dauerwohnrecht“) zum 1. Juli 2007 hat zu zahlreichen Veränderungen der bisherigen gesetzlichen Regelungen geführt.

So wurde insbesondere die Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit der Eigentümergemeinschaften gestärkt, d.h. in vielen Regelungsbereichen gilt nunmehr das Mehrheitsprinzip statt der bisher erforderlichen Einstimmigkeit von Entscheidungen der Wohnungseigentümer.

Zudem traten zahlreiche weitere Veränderungen bzw. Neuregelungen in Kraft durch die Erweiterung der Beschlusskompetenzen, der Drittwirkung von Beschlüssen, bei der Haftung der Wohnungseigentümer und bei der Rechtsstellung des Verwalters, als auch bei Fragen der Modernisierung, d.h. der baulichen Veränderungen und bei der Geltendmachung und Durchsetzung von Forderungen der Wohnungseigentümergemeinschaft gegenüber einem zahlungsunfähigen oder –unwilligen Wohnungseigentümer.

In prozessualer Hinsicht ist das WEG-Verfahren schließlich nunmehr kein Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit, sondern auch WEG-Verfahren werden nach der Zivilprozessordnung verhandelt.

Das Eigentum an einer eigenen Wohnung innerhalb einer Wohnungseigentümergemeinschaft begründet zahlreiche Recht und Pflichten. Wir stehen Ihnen dabei in allen wohnungseigentumsrechtlichen Angelegenheiten beratend und helfend zur Seite.

Bereits vor Erwerb der Wohnung prüfen wir für Sie die Kaufverträge und beraten Sie bei diesen.

Bei einer bestehenden Wohnungseigentümergemeinschaft besteht oftmals Klärungs- und Beratungsbedarf, wenn es nicht nur um Fragen mit den weiteren Wohnungseigentümern, sondern auch um Fragestellungen bezüglich der Hausverwaltung geht.

Die häufigsten Frage- und Problemstellungen entstehen in den nachfolgenden Bereichen:

  1. Abgrenzung Gemeinschafts- oder Sondereigentum
  2. Anfechtung von Beschlüssen der Eigentümerversammlung
  3. die Durchsetzung der ordnungsgemäßen Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums
  4. Jahresabrechnung und Wirtschaftsplan
  5. Mehrheitsbeschluss oder Vereinbarung
  6. Rechte und Pflichten der Wohnungseigentümer
  7. Sondernutzungsrechte
  8. Teilungserklärung und Teilungsvertrag
  9. Wohngeld, Instandhaltungsrücklage und Sonderumlage